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Neu wbec 1.6 ist da – mit komplett neuer Oberfläche. Was ist neu?

§14a EnWG: Rabatt aufs Netzentgelt

Ab Werk ist die Heidelberg Energy Control für den Netzbetreiber nicht steuerbar – mit wbec schon. Das ist Pflicht für Wallboxen, die seit 2024 installiert wurden, und die Voraussetzung für einen jährlichen Rabatt auf das Netzentgelt.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit 1. Januar 2024 müssen neu installierte Ladestationen ab 4,2 kW vom Netzbetreiber steuerbar sein.
  • Im Gegenzug gibt es einen jährlichen Rabatt auf das Netzentgelt – pauschal rund 150 bis 190 € (sogenanntes Modul 1, je nach Netzbetreiber).
  • Wallboxen, die vor 2024 installiert wurden, können freiwillig wechseln.
  • Mit wbec erfüllt auch die Heidelberg Energy Control die Anforderungen (Freischaltung nötig).
  • Vorbereiten genügt: Die Steuerbox baut der Netzbetreiber ein und schließt sie an wbec an.

Rechnung für dich

150–190 € Rabatt pro Jahr
  • Freischaltung §14a (einmalig)50 €
  • wbecProS3, falls noch nicht vorhanden140 €
  • Rabatt Netzentgelt (Modul 1)ca. 150–190 € / Jahr

Die Freischaltung hat sich meist schon im ersten Jahr bezahlt gemacht.

Was kommt davon auf der Stromrechnung an? Den Rabatt gewährt der Netzbetreiber, weitergegeben wird er über deinen Stromanbieter. Manche Stromanbieter verlangen für Anschlüsse mit steuerbarer Wallbox inzwischen einen höheren Grundpreis – teils in ähnlicher Höhe.

Wurde deine Wallbox 2024 oder später installiert, kommst du um die Steuerbarkeit ohnehin nicht herum: Mit wbec erfüllst du die Pflicht und holst dir das Geld über den Rabatt zurück. Bei älteren Wallboxen lohnt vor dem freiwilligen Wechsel ein Blick in die Preise deines Stromanbieters.

Hintergrund

Worum es geht

Damit das Stromnetz stabil bleibt, gilt seit 1. Januar 2024 die Neuregelung nach §14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Netzbetreiber dürfen den Anschluss von Ladestationen nicht mehr verweigern, und die Betreiber erhalten einen Rabatt auf das Netzentgelt. Im Gegenzug muss sich die Ladeleistung bei hoher Netzlast reduzieren lassen („Dimmung“).

Eine solche Steuerung ist nur zulässig, um eine konkrete Gefährdung oder Störung im lokalen Netz zu verhindern oder zu beheben – sie soll die Ausnahme bleiben. Seit 2024 sind alle Netzbetreiber verpflichtet, auch Bestandsanlagen den Wechsel ins neue Modell zu ermöglichen.

Technik

So setzt wbec es um

Das Steuersignal des Netzbetreibers kommt über einen Rundsteuerempfänger (RSE) oder eine Steuerbox im Zählerschrank. Beide haben einen Schaltkontakt, der je nach Signal offen oder geschlossen ist. Dieser Kontakt wird mit wbec verbunden – so erkennt wbec, ob die Leistung reduziert werden muss.

Liegt eine Anforderung vor, begrenzt wbec die Ladeleistung auf höchstens 4,2 kW: eine einphasig angeschlossene Wallbox lädt mit 16 A (3,7 kW), eine dreiphasige mit 6 A (4,1 kW). Weitere Wallboxen werden auf 0 reduziert. Danach stellt wbec automatisch den vorherigen Strom wieder her und protokolliert jeden Eingriff.

Der Schaltkontakt des Rundsteuerempfängers (RSE) ist mit wbecRse verbunden, wbecRse sendet das Signal per WLAN an wbec, wbec steuert die Wallbox über zwei Adern
Mit wbecRse kommt das Signal vom Rundsteuerempfänger (RSE) per WLAN zu wbec. Bei wbecPro, wbecProS3 und wbecPremium lässt sich der Schaltkontakt auch direkt am Modul anschließen – die Verdrahtung zeigt die Anleitung.

Checkliste

Was brauche ich?

  1. Ein passendes wbec

    wbecPro, wbecProS3 oder wbecPremium – dort wird der Schaltkontakt direkt angeschlossen. Bei wbecLan kommt das Zusatzmodul wbecRse (20 €) dazu.

  2. Die Freischaltung

    Den Freischaltcode für §14a gibt es für einmalig 50 € – so bestellst du. Er kommt per E-Mail und wird in der Oberfläche eingegeben.

  3. Den Antrag beim Netzbetreiber

    Beantrage den Wechsel ins neue Modell – Modul 1, Variante „Direktsteuerung“. Eine Rückkehr ins alte Modell ist nicht möglich.

  4. Der Einbau der Steuerbox

    Der Netzbetreiber baut die Steuerbox (oder einen Rundsteuerempfänger) in den Zählerschrank ein und schließt ihren Schaltkontakt an wbec an – per Kabel oder drahtlos über wbecRse. Vorher musst du nichts verkabeln: Mit der Freischaltung ist wbec vorbereitet.

Häufige Fragen

Fragen zu §14a

Kann es passieren, dass mein Auto nicht mehr lädt?

Nein. Bei einem Eingriff muss die Ladeleistung nur auf höchstens 4,2 kW begrenzt werden – geladen wird weiter. In zwei Stunden kommen so immer noch rund 50 km Reichweite zusammen. Der Netzbetreiber ist zudem verpflichtet, bei häufigen Eingriffen den Netzausbau zu planen.

Ich habe schon ein wbec. Was brauche ich noch?
  • Bei wbecPro, wbecProS3 und wbecPremium: nur die Freischaltung. Bei wbecLan zusätzlich ein wbecRse.
  • Den Freischaltcode kannst du hier bestellen.
  • Beim Netzbetreiber den Wechsel beantragen (Modul 1, Direktsteuerung).
  • Der Netzbetreiber baut die Steuerbox ein und schließt sie an wbec an.
Ich habe eine Wallbox, aber noch kein E-Auto. Bekomme ich den Rabatt trotzdem?

Das EnWG verlangt nicht, dass an der Ladestation tatsächlich ein Auto geladen wird. Es müssen aber die technischen Voraussetzungen erfüllt sein, damit die Leistung reduziert werden kann.

Spare ich den Rabatt komplett?

Nicht unbedingt. Manche Stromanbieter verlangen für Anschlüsse mit steuerbarer Wallbox einen höheren Grundpreis. Ist deine Wallbox seit 2024 installiert, ist die Steuerbarkeit aber ohnehin Pflicht – dann holst du dir mit wbec zumindest den Rabatt zurück. Bei älteren Wallboxen lohnt vor dem Wechsel ein Blick in die Preise deines Stromanbieters.

Mein Netzbetreiber baut eine Steuerbox ein. Passt das?

Ja. Auch die Steuerbox hat – wie ein Rundsteuerempfänger – einen Schaltkontakt, über den das Signal an wbec geht.

Kann ich nachweisen, wann gesteuert wurde?

Ja. wbec führt ein §14a-Protokoll mit allen Eingriffen, das du in der Oberfläche unter Protokolle einsehen kannst.

Freischaltung für 50 €